Nur 49 Prozent der Frauen schminken sich gern
48 Prozent befürchten Hautschäden bei vielen Kosmetik-Produkten
Wenn es um ihr Äußeres geht, greifen Frauen nicht immer gern zum Farbtopf. Lediglich 49 Prozent aller Frauen schminken sich nach einer Umfrage gern, Dennoch erklärten 78 Prozent von den 5.000 Befragten Make up zu benutzen.
In der Umfrage zeigte sich ein Großteil der Frauen neugierig auf Innovationen im Kosmetikbereich. 60 Prozent probierten gern neue Düfte aus und 42 Prozent ließen ihre angestammten Marken beim Kauf gerne mal für einen neuen Artikel liegen, ergab die Studie. Bei ihrer Haarfarbe, zeigten die Frauen ein weniger großes Bedürfnis nach Veränderung: Rund ein Viertel variiert gelegentlich die Farbe.
Trotz aller Lust am Styling will die Mehrheit der Befragten auch über die Inhaltsstoffe aufgeklärt werden. 88 Prozent verlangten vom Hersteller, darüber besser informiert zu werden. Knapp jede zweite Frau sagte, sie benutze nur Kosmetik, die auf natürlicher Basis, ohne chemische Zusätze, hergestellt werde. 47 Prozent der Frauen legten Wert darauf, dass Körperpflegeprodukte unparfümiert sind. Drei viertel aller Befragten würden sich bevorzugt für Artikel entscheiden, für die keine Tierversuche gemacht wurden.
Beim Kauf der Pflegeprodukte zeigte sich ein Großteil der Frauen umweltbewusst: 62 Prozent störten sich an aufwendigen Verpackungen und jede zweite benutze, «wo immer es geht», Nachfüllpackungen.
Skepsis zeigten die Frauen in der Umfrage über die tatsächliche Wirkung von Lotions und Pflegemitteln. 48 Prozent befürchteten generell bei vielen Kosmetik-Produkten, dass sie für die Haut schädlich seien. 38 Prozent meinten sogar, sie hätten das Gefühl, dass ihre Haut immer empfindlicher reagiere.
Außerdem erklärten fast zwei Drittel, dass sie bei Kosmetik-Produkten nur bekannten Marken vertrauen. 46 Prozent gönnen sich nach der Umfrage Luxus-Artikel. Von Omas Hygienemethode haben sich demnach die meisten Frauen schon verabschiedet. Nur zehn Prozent erklärten noch: «Um mich sauber zu fühlen, genügen mir Wasser und Seife.»
Make Up
Tipps für ein perfektes Makeup
Schönheit kommt von innen, lautet ein Sprichwort. Doch auch von außen lässt sich einiges tun, um die Persönlichkeit zu unterstreichen. Ein perfektes Makeup hilft, die Vorzüge des Gesichts hervorzuheben, sich einem bestimmten Anlass entsprechend zu stylen oder den Stil seiner Kleidung zu unterstützen. Auf der anderen Seite lassen sich Unregelmäßigkeiten ausgleichen und etwa persönliche «Formschwächen» nach einer Grippe oder einer langen Nacht verdecken. Wer die Möglichkeiten des Schminkens perfekt nutzen will, sollte allerdings eine Reihe von Grundregeln beachten, um den gewünschten
Schönheitsgewinn nicht durch kleine Fehler zunichte zu machen.
Am Anfang eines jeden Makeups steht die Tagescreme - sie wird nach gründlicher Reinigung auf das Gesicht aufgetragen. Wichtig ist, die Creme fünf Minuten einziehen zu lassen. Nach diesen fünf Minuten werden die noch nicht eingezogenen Cremereste abgetupft.
Nun kommt erstmals Farbe ins Spiel - die so genannte Foundation. Um hier den Farbton zu treffen, ist der natürliche Hautton die Richtschnur. Richtig ist jenes Makeup, das dem natürlichen Ton am nächsten kommt. Einer der verbreitetsten Fehler ist demnach, dass der Ton des Makeups zu dunkel gewählt wird und unnatürlich wirkt. Auch auf die Verteilung kommt es an: Immer von der Mitte des Gesichtes nach außen verstreichen. Die Ränder an Haaren und Kinn müssen fließend in den natürlichen Ton übergehen, sonst wirkt es ungepflegt.
Ein perfektes Makeup darf nicht aufgesetzt wirken. Transparenz ist angesagt. Dies schmeichelt auch besonders der reiferen Haut. Den eigenen Vorlieben ist es überlassen, ob das Makeup mit den Händen oder speziellen Schwämmchen aufgetragen wird. Kleine Unregelmäßigkeiten wie Pickel oder Pigmentflecken lassen sich mit Abdeckstiften tarnen. Bei größeren Flächen sollte dies vor dem Auftragen der Foundation geschehen, kleine Makel lassen sich auch hinterher abdecken.
Der nächste wichtige Schritt ist das Puder. Mikrofeiner, loser Transparent-Puder mattiert zart, verhindert Fleckenbildung und verlängert die Haltbarkeit des Makeups. Für eine transparente Optik ist das Auftragen mit dem Pinsel zu empfehlen, für längere Haltbarkeit und ein perfektes Abendmakeup ist sanftes Aufpressen mit der Puderquaste ratsam. Neben transparentem Puder ist gerade für den Winter Spezialpuder mit Rose- oder Pfirsich-Tönung zu empfehlen, das der Haut optisch mehr Frische verleiht.
Wieder hochmodern ist Rouge. Es verhilft ebenfalls zu einem Frischeeffekt und wird von den Wangenknochen zart zu den Schläfen hin auslaufend aufgetragen. Auch wenn Rouge ohne weiteres Makeup benutzt werden soll, ist zuvor immer Puder aufzutragen - sonst dunkelt es auf fettigen Cremeresten nach und ist schwer zu entfernen.
Wer nach dem Studieren unzähliger Tipps, wie die Form des Auges am besten wirkt, nahezu verzweifelt, kann sich mit einer einfachen Regel für das Aufbringen von Lidschatten behelfen: Der bewegliche Liddeckel bekommt einen dunklen rauchigen Ton, darüber wird in Richtung der Augenbrauen ein heller Lichtbogen gesetzt und die Übergänge werden ineinander verwischt. Das geht schnell - und egal, welche Augenform: Es passt immer.
Mit Mascara sollten immer die oberen ebenso wie die unteren Wimpern getuscht werden. Vorsicht ist dagegen geboten, wenn das Auge mit flüssigem Eyeliner betont werden soll. Dies sieht laut Monika Ferdinand nur dann schön aus, wenn er perfekt und dünn aufbetragen wird. Ungeübte können sich behelfen, indem sie kleine Pünktchen malen und diese dann von innen nach außen verbinden.
Bei glänzenden Gloss-Lippentönungen können sowohl pur als auch ergänzend zum Lippenstift aufgetragen werden. Bei Lippenstiften an sich ist sowohl Glanz als auch matte Farben angesagt. Für ein natürliches Tagesmakeup können Lippenkonturen mit einem Konturenstift betont werden, der nur einen halben bis einen Ton dunkler ist als die Stift- oder Glossfarbe. Mehr Volumen bekommen Lippen durch einen dunklen Rand und hellen Lippenstift.
Bei der Arbeit mit dem Konturstift sollte nach dem ersten Arbeitsgang die Linie nach innen zu den Lippen verwischt werden, dann wird noch einmal nachgezogen. Gloss eignet sich allerdings nicht, wenn man zum Beispiel Essen geht - es hat längst nicht die Stabilität wie Lippenstift und ist nach dem Essen verschwunden. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Lippenfarbe zum Wangen-Rouge und dem Nagellack passt.
Wer bei der Arbeit an Gesicht, Augen und Lippen Fehler gemacht hat, braucht nicht wieder von vorne anzufangen. Überschüssige Farbe kann mit trockenen Wattestäbchen abgenommen werden. Kleine Farbreste lassen sich mit Puder auf einem Wattestäbchen abdecken. Doch auch ein perfektes Makeup hat am Ende des Tages ausgedient - perfektes Abschminken am Abend ist ein Muss.